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Trias → Englisch, Portugiesisch.


Trias (Griechisch für: „Dreieinigkeit“) ist ein dreireihiges Mancala, das am 7. Juni 2008 von Ralf Gering in Hain (Brohltal) im Halbschlaf morgens, als er aufwachte, erfunden wurde. Es ist die erste moderne dreireige Mankalavariante und verwendet einen einzigartigen Spielmechanismus.

Das Spiel beruht auf christlicher und jüdischer Numerologie.

  • Drei Reihen bilden das Brett. Die Heilige Dreifaltigkeit bezeichnet in der christlichen Lehre die Einheit der drei Personen Gottes: Vater, Sohn und Heiliger Geist.
  • Vier Steine liegen am Anfang in jeder Mulde. Das Tetragrammaton (הוה'), so genannt, weil aus vier Buchstaben bestehend, ist der Eigenname Gottes in der Hebräischen Bibel. Es gibt vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.
  • Zwölf ist die Anzahl der Mulden pro Reihe. Das Neue Testament nennt 12 Apostel Jesu. Als Judas Ischariot zum Verräter wurde und schließlich Selbstmord begang, gab es eine Versammlung, in der ein neuer Apostel (Matthias) bestimmt wurde, um die Zwölferzahl wieder voll zu machen.
  • Sechs und dreißig Mulden bilden das Brett. Nach jüdischer Tradition gibt es in jeder Generation 36 Gerechte („Lamed Vav Tzadikim“), durch deren Verdienste die Welt weiterbesteht.
  • Ein hundert vier und vierzig Steine benötigt man, um das Spiel zu spielen. Ein hundert vier und vierzig tausend ist eine symbolische Zahl im Christentum, die Gottes Volk auf ihrem Weg durch die Geschichte bis zur himmlischen Kirche bedeutet. Eine andere Sichte ist, dass die 144.000 eine größere Version der alten israelitischen Armee darstellt, die in der Großen Trübsal ausgesendet wird, um die Gottlosen zu vernichten.


SpielregelnEdit

Trias wird auf einem Brett gespielt, das aus 3x12=36 Mulden besteht. Jeder Spieler kontrolliert die Muldenreihe auf seiner Seite, während die mittlere Reihe neutral ist.

Am Anfang der Partie befinden sich in jeder Mulde vier Steine.

Trinitas1

Grundaufstellung

In jedem Zug entleert ein Spieler den Inhalt einer seiner Mulden und verteilt ihn einzeln, Stein für Stein, gegen den Uhrzeigersinn in die folgenden Mulden seiner Reihe und dann der neutralen Reihe.

In die gegnerischen Mulden werden keine Steine gelegt.

Der letzte Stein der Mulde, die als erste entleert wird, muss in eine gefüllte Mulde auskommen.

  • Falls der letzte Stein in eine gefüllte Mulde fällt, wird ihr Inhalt weiterverteilt.

Jeder Zug besteht aus mindestens zwei Abschnitten.

Der Zug endet, wenn der letzte Stein in eine leere Mulde fällt.


Wenn der letzte Stein des Zuges in der äußeren Reihe gesät wurde, wird er vom Brett genommen.

Wenn der Zug in einer Mulde der neutralen Reihe endete, können drei Dinge passieren:

  • Wenn die gegenüber liegende, gegnerische Mulde besetzt ist, wird ihr Inhalt geschlagen und vom Brett genommen. Damit endet der Zug.
  • Wenn diese Mulde jedoch leer sein sollte, die eigene Mulde in der äußeren Reihe aber gefüllt ist, wird der letzte verteilte Stein in die eigene Mulde gelegt und dann ihr Inhalt weiterverteilt.
  • Wenn beide gegenüber liegenden Mulden leer sind, wird der letzte verteilte Stein vom Brett genommen und der Zug endet.

In jedem Zug wird geschlagen (mindestens ein Stein vom Brett entfernt), doch kann der Spieler frei entscheiden, welchen Zug er macht.

Die Partie endet, wenn ein Spieler, der am Zug ist, nicht mehr ziehen kann. Es gewinnt, wer als letzter ziehen konnte.Ein Unentschieden ist nicht möglich.

StrategieEdit

Es ist gut, Steine zu schlagen, die sich in gegnerischen Mulden befinden. Oft kann es aber auch genauso wichtig sein, sich aus der neutralen Reihe Steine zuzuspielen. Da mit jedem Zug weniger Steine auf dem Brett sind, wird es zunehmend schwieriger, ziehen zu können. Das Endspiel ähnelt dem vierreihiger Mankalaspiele, bei denen geschlagene Steine auf der eigenen Bretthäfte wieder eingesetzt werden.


CopyrightEdit

© Ralf Gering
Unter der CC by-sa 2.5 Lizens.

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