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Kuoless → Englisch.


Kuoless ist eine Owarevariante, die von Jungen und Mädchen der Baga in Guinea gespielt wird. Das Spiel wurde zuerst von den Ethnologen Horst Luz und Waldemar Herz (Universität Tübingen) in Koufen (Boké-Distrikt) am 27. April 1960 während der Zweiten Westafrikaexpedition der Deutschen Nansen-Gesellschaft beobachtet. Sie filmten Kinder der Baga, als sie Kuoless im Hof eines Hauses spielten. Das Brett war in der Erde und die Spielsteine waren kleine Samen ("dofordawesip") einer Liane.

Die Baga sind vor dem Islam geflohen und leben heute an der Atlantikküste in Nordguinea. Sie sind Reisbauern und Fischer und zählen etwa 47.000 Menschen.

Spielregeln

Die Regeln ähneln stark dem Owarespiel.

Unterschiede:

Kuoless2

Großes Kuoless-Brett für vier Spieler

  • Kuoless kann von 2 bis 10 Spielern gespielt werden. Der nächste Zug wird von dem Spieler gemacht, der im Gegenuhrzeigersinn folgt. Andere Mehrpersonenvarianten von Oware sind Kpo in Liberia und Walu in Mali.
  • Eine Reihe besteht aus 2 bis 10 Spielmulden. Jedem Spieler gehören 2 bis 5 Mulden, je nach dem wie groß das Brett ist.
  • Man darf alle gegnerischen Samen auf einmal schlagen.
  • Man muss dem Gegner (den Gegnern) nichts zuspielen.
  • Wenn ein Spieler nicht ziehen kann, muss er so lange aussetzen, bis er wieder spielen kann.
  • Die Partie endet, wenn das Brett leer ist oder die verbleibenden Samen nicht mehr gefangen werden können.
    • Wenn der Rest (= Divident) durch die Anzahl der Spieler geteilt werden kann (= Divisor), bekommt jeder Spieler den Quotienten.
    • Wenn der Rest nicht durch die Anzahl der Spieler geteilt werden kann, erhält jeder Spieler die Samen, welche in seinen Mulden nach dem letzten Schlagen lagen.

Externe Links

Quellen

Dauer, A. M. & Rutz, W.
Luz, H. & Herz, W.: Baga (Westafrika, Guineaküste) Mankallaspiel. Film E 383 des IWG Göttingen 1961. (Publikationen zu wissenschaftlichen Filmen, Sektion Ethnologie. Serie 8, Nummer 26/E 383.). Institut für den Wissenschaftlichen Film, Göttingen (Deutschland) 1978.

Copyright

© Ralf Gering
Unter der CC by-sa 2.5 Lizenz.

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