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Kauri → Englisch, Portugiesisch.


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Schüler in Lissabon (Portugal) spielen Kauri

Kauri ist ein Mancalaspiel, das am 26. Juni 2006 von Ralf Gering in Hain (Brohltal) erfunden wurde.

Arty Sandler (Israel) implementierte das Spiel für das igGameCenter am 17. April 2008, wo es zusammen mit vielen weiteren abstrakten Brettspielen in Realzeit online gespielt werden kann.

Spielregeln

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Grundaufstellung (igGameCenter)

Das Kauri-Brett besteht aus zwei Reihen mit je sechs kleinen Spielmulden und zwei großen Mulden, den Speichermulden. Jeder Spieler kontrolliert die sechs Spielmulden auf seiner Seite und die Speichermulde, die zu seiner Rechten liegt.

Am Anfang der Partie liegen fünf Samen und eine Kauri in jeder Spielmulde. Die Samen sind Molukkenbohnen und die Muscheln sind hawaiianische Schlangenkopfkauris.

In jedem Zug verteilen die Spieler den Inhalt einer ihrer Spielmulden verteilen. Dies geschieht wie folgt:

  • Zuerst nimmt der Spieler alle Samen und Kauris von einer Spielmulde, die ihm gehört. Sie muss mindestens eine Kauri enthalten.
  • Dann legt er in jede Spielmulde, die gen den Uhrzeigersinn folgt, einen Samen. Wenn alle Samen verteilt sind, wird je eine Kauri in die nächsten Spielmulden gelegt.

Wirft der Spieler eine Kauri in eine gegnerische Spielmulde, die keine Kauris enthält, schlägt er alle Samen aus dieser Spielmulde. Die gefangenen Samen legt er in seine Speichermulde. Die Kauri bleibt auf dem Brett.

Fällt ein Samen in eine gegnerische Spielmulde, die nur Kauris enthält, wird dieser Samen vom Gegner gefangen und kommt in die gegnerische Speichermulde. Die Kauris bleiben auf dem Brett.

Ein Spieler muss ziehen, wenn er kann. Sollte ein Spieler keine Kauris mehr in seinen Spielmulden haben, muss er so lange aussetzen, bis er wieder ziehen kann.

Es gewinnt, wer am Ende der Partie die meisten Samen in seiner Speichermulde hat.

Wenn beide Spieler die gleiche Anzahl Samen gefangen haben, geht das Spiel so lange weiter, bis ein Spieler nicht mehr ziehen kann. Dann gewinnt der Spieler, der als letzter ziehen konnte. Eine Partie endet niemals unentschieden.

Statistische Analyse

Kauri-partie

Situation im Mittelspiel (Nord am Zug)

Eine Partie dauert im Schnitt 40 Halbzüge, bis sie entschieden ist (Spanne: 13 - 170 Halbzüge). Der durchschnittliche Verzweigungsfaktor beträgt 3.6, aber ein Spieler kann mehr als 200 Zugmöglichkeiten haben, wenn sein Gegner zeitweilig blockiert ist. Züge mit drei oder vier Wahlmöglichkeiten sind jedoch am häufigsten. Daher ist der Suchbaum von Kauri ungefähr 3.1 x 10^21 groß und somit niedriger als der von Oware (4.4 x 10^32), aber größer als der von Kalaha(6, 4) (6.00 x 10^18).

Beispielpartien

(1) Arty Sandler (Israel) - Ralf Gering (Deutschland) - 21. April 2008

1. f D; 2. e F; 3. b (+1) D; 4. d E; 5. c C (+1); 6. a (+6) B (-1); 7. a B; 8. b D! (+25);
9. d F (+5) - Gering siegte mit 31 : 8 Punkten.

(2) Arty Sandler (Israel) - Ralf Gering (Deutschland) - 29. April 2008

1. d B; 2. e F; 3. f B; 4. b D; 5. a (-1) A; 6. c (-1) B; 7. d (-1) A; 8. c C (+1;-1); 9. d D (-1);
10. c E (+9); 11. c A?; 12. e D (+9); 13. f B (-1); 14. b (+17) E; 15. d (+9) E; 16. b D;
17. c (+4) - Sandler gewann mit 33 : 22 Punkten.


Externe Links

Copyright

© Wikinfo.
Ralf Gering.
Unter der CC by-sa 2.5 Lizenz.

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