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Mancala World

Esiema (Deutsch)

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Esiema → Englisch.


Esiema (von "Ameise" (rückwärts gelesen)) wurde 1989 von dem österreichischen Mathematiklehrer und Spieleerfinder Dr. Michael Winkelmann erfunden. Es erschien 1990 in der Vock'schen Werkstatt. Das Spiel ist eine ungewöhnliche Mancala-Variante, die von 2-6 Spielern gespielt werden kann und ist eine Weiterentwicklung von Gulek. Es eignet sich ab acht Jahren und eine Partie dauert etwa 20-60 Minuten. Da das Spiel ziemlich anspruchsvoll und tiefgründig ist, eignet es sich auch gut für Erwachsene und Denksportler. Esiema ist mit speziellen Spielsteinen (Würfel, Quader, Dreiecke, Kugeln, etc.) auch für Blinde spielbar.

Das Spiel

Das Spielbrett besteht aus 91 Mulden, sie sind so angeordnet, dass sie ein Sechseck mit einer Kantenlänge von sechs Mulden ergeben.

Esiema

Esiema-Brett

Vor Beginn des Spiels einigt man sich auf die Anzahl der Spielkugeln, die jeder Mitspieler erhält, denn erfahrene Spieler sollten ihren Gegnern Vorgaben geben.

Jeder Spieler erhält eine große Kugel, die Mutterkugel, und maximal 70 kleine Kugeln einer eigenen Farbe. In der ersten Spielphase werden die ersten 30 Kugeln abwechselnd (jeweils eine) in den Mulden verteilt. Begonnen wird hiebei mit der Mutterkugel. Die Kugeln dürfen sowohl zu eigenen Kugeln, als auch zu Kugeln fremder Farben gelegt werden. Die restlichen bleiben Vorrat.

Spielregeln

Regel 1:

Es dürfen nie mehr als zwölf Kugeln in einer Mulde liegen! Nachdem jeder Spieler seine Kugeln gelegt hat, beginnt die dynamische Spielphase. Gezogen wird, indem der Spieler alle Kugeln einer Mulde, in der mindestens eine Kugel der eigenen Farbe liegt, heraus nimmt, und nacheinander jeweils eine Kugel (egal welcher Farbe) in eine benachbarte Mulde legt. Diese Mulden können leer oder belegt sein. Der Weg eines Zuges darf sich nicht kreuzen oder auf sich zurückführen.

Regel 2:

Die letzte Kugel, die während eines Zuges gelegt wird, muss eine eigene sein! Geschlagen werden nach einem Zug alle feindlichen Kugeln aus der Mulde, in die die letzte eigene Kugel gelegt wurde, diese werden aus der Mulde entfernt, die eigenen bleiben liegen! Ausnahmen:

Regel 3:

Die Mutterkugel kann nicht schlagen, d.h., ist die letzte Kugel eines Zuges die Mutterkugel, so werden keine feindlichen Kugeln entfernt.

Regel 4:

Die Mutterkugeln schützen alle bei ihr liegenden kleinen Kugeln, eigene und fremde, es können also keine Kugeln entfernt werden!

Regel 5:

Liegt nur eine einzelne Kugel in einer Mulde, so kann diese zwar in eine benachbarte Mulde ziehen, aber dabei nicht schlagen! Vermehrung:

Regel 6:

Liegt die Mutterkugel alleine in einer Mulde, so kann man statt eines Zuges aus seinem Vorrat bis zu maximal elf kleine Kugeln dazulegen!

Spielende:

Regel 7:

Hat ein Spieler keine kleinen Kugeln mehr auf dem Spielbrett, so hat er verloren und scheidet aus, wenn er im folgenden Zug keine Möglichkeit hat, durch Vermehrung neue Kugeln ins Spiel zu bringen! Dies kann sein, weil fremde Kugeln bei der Mutterkugel liegen oder weil der Vorrat erschöpft ist. Die Mutterkugel des ausscheidenden Spielers wird entfernt.

Besitzt jeder Spieler nur noch eine kleine Kugel, so endet das Spiel, wenn innerhalb der nächsten 15 Züge keine Entscheidung gefallen ist, remis.

Weblinks

Copyright

Adaptiert von dem Spielwiki Artikel "Esiema" http://unknowns.de/wiki/index.php?title=Esiema, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Spielwiki unter dieser Seite verfügbar.

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