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Daramutu (Deutsch)

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Daramutu → Englisch, Italienisch.


Daramutu ("Perlenreihe") ist ein Mancalaspiel, das von den Dorffrauen Sri Lankas mit erstaunlicher Geschwindigkeit gespielt wird. Das Spiel wurde zuerst von Henry Parker 1909 beschrieben. Er beobachtete:

"Without counting the seeds (...) they seem to know instinctively, perhaps as the result of long practice, at which hole it is best to begin in order to effect captures. An inexperienced person has no chance of beating them."

SpielregelnEdit

Olinda2

Olinda-Brett (Parker 1909)

Das Spielbrett, das olinda-poruwa genannt wird, besteht aus 14 Mulden (wala), die in zwei Reihen angeordnet sind (pila). Zwischen diesen befinden sich zwei rechteckige Gruben, die als Speicher für die gefangenen Spielsteine dienen.

Am Anfang der Partie liegen vier Samen (indiya, Pl. indi) in jeder Mulde, gewöhnlich vom Olinda-Strauch (Abrus precatorius).

Daramutu2

Startposition

In jedem Zug verteilt ein Spieler den Inhalt einer seiner Mulden einzeln in die darauf folgenden Mulden. Die Zugrichtung (im oder gegen den Uhrzeigersinn) wird vom ersten Spieler bestimmt und dann während der ganzen Partie von beiden Spielern beibehalten.

Wenn der letzte Samen in eine gefüllte Mulde fällt, die mindestens drei Samen enthielt, wird ihr Inhalt (einschleßlich des letzten gespielten Samens) in einem weiteren Schritt verteilt.

Eine Mulde, die nur einen Samen enthält, heißt puta ("Sohn"), eine Mulde mit wei Samen naga ("Tochter").

Wenn der letzte Samen in eine leere Mulde, einen puta oder einer naga (egal auf welcher Brettseite) fällt, wird der Inhalt der gegenüber liegenden Mulde "gegessen" (innawa). Die gefangenen Samen werden in den Speicher gelegt.

Wenn die gegenüber liegende Mulde leer ist, wird nichts gefangen.

Ein Zug endet, wenn der letzte Samen in eine leere Mulde, einen puta oder einer naga fällt.

Die Partie ist zu Ende, wenn ein Spieler nicht mehr ziehen kann. Die Samen, die noch auf dem Brett sind, gehören nun dem Spieler, der als letzter gezogen ist.

Es gewinnt, wer die meisten Samen gefangen hat.

QuellenEdit

Parker, H.
Ancient Ceylon: An Account of the Aborigines and of Part of the Early Civilisation. Luzac & Co., London (UK) 1909, 599.

CopyrightEdit

© Wikimanqala.
Ralf Gering
CC by-sa 2.5 Lizenz.

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