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Boola → Englisch, Portugiesisch.


Boola (wahrscheinlich aus der Rendille-Sprache: "booliya"= fangen, gefangen nehmen (nach einem Raubzug: nur auf Personen angewendet)) ist ein Mancalaspiel, das bei den Ariaal, Rendille und Samburu im Norden Kenias verbreitet ist.

Frauen dürfen nicht Boola spielen, auch sollte Boola nur im Freien gespielt werden. Man sagt, dass Frauen das Spiel erfanden, um die Männer unter einen Akazienbaum außerhalb des Dorfes zu schicken, so dass sie ungestört ihre Hausarbeit erledigen können. Bevor die Hyänen in der Dämmerung anfangen zu heulen, sollte auf jeden Fall das Spiel beendet sein.

Boola wurde zuerst im Juli 2009 von Dr. Martin F. Falkenstein auf der Yahoo! Gruppe mancalagames beschrieben. Er ist 47 Jahre alt und wohnt in Bielefeld. The Spiel wurde jedoch schon auf einem 1971 veröffentlichtem Foto von Samburu-Kriegern gezeigt, das von dem Kanadier Walter Driedger gemacht wurde.

SpielregelnEdit

Boola wird auf einem Brett gespielt, das aus zwei parallelen Reihen besteht, die auf jeder Seite 12 Spielmulden haben. Ein Spieler kontrolliert die Mulden auf seiner Seite des Bretts.

Am Anfang der Partie besitzt jeder Spieler 24 Steine in seinen Mulden, die wie folgt verteilt werden:

Boola2

Startposition (schematisch, Gewinnmulden existieren nicht bei den kenianischen Boolabrettern)

Wenn ein Spieler am Zug ist, entleert er den Inhalt einer seiner Mulden und verteilt jeweils einen Stein im Gegenuhrzeigersinn auf die folgen Mulden.

Wenn der letzte Stein in eine gefüllte Mulde fällt, nimmt der Spieler ihren Inhalt, einschließlich dem letzten verteilten Stein, und sät die Steine weiter ebenfals gegen den Uhrzeigersinn.

Der letzte Stein des ersten Schritts muss entweder in einer gegnerischen Mulde oder in einer leeren Mulde der eigenen Reihe landen. Andere Züge sind nicht erlaubt.

Der Zug endet, wenn der letzte Stein in eine leere Mulde fällt.

Wenn der letzte Stein in eine leere Mulde der eigenen Seite gelegt wurde, fängt er den Inhalt der gegenüber liegenden Mulde. Die geschlagenen Steine werden vom Brett genommen.

Es besteht Zugzwang. Die Partie endet, wenn ein Spieler, der am Zug ist, nicht ziehen kann.

Der Spieler, der noch Steine in seiner Reihe hat, gewinnt. Ein Unentschieden ist nicht möglich.

VarianteEdit

Der Eröffnungszug, der üblicherweise von den Ariaal und den Rendille gemacht wird, stellt eine Ausnahme dar: Ein Stein wird in der vorletzten Mulde der Reihe zurückgelassen (wo gewöhnlich der Zug beginnt) und der Zug endet deshalb in der ersten Mulde des Gegners. Dann ruft der Gegner oft: "Seehche idaah!" (d.h. "Ich sage, beweg sie alle!"). Es ist jedoch auch erlaubt, alle Steine zu nehmen oder die Partie mit den Steinen der letzten Mulde zu beginnen.

Besondere AusdrückeEdit

Ein Spieler, der eine Menge Steine in seinem Zug schlägt, wird "Waraba" ("Hyäne") genannt.

Externe LinksEdit

CopyrightEdit

© Ralf Gering
Unter der CC by-sa 2.5 Lizenz.

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