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Bay Khom → Englisch.


Bay Khom ist ein Mancala-Spiel, das kambodschanische Kinder in ihrer Freizeit auf dem Land oder in der Stadt spielen. Es wird auch oft während Chol Chnam Thmey (Kambodschanisches Neujahrsfest) gespielt, um die Langewele zu vertreiben.

Bay Khom ist wahrscheinlich mit Ô Ăn Quan (Vietnam) und Mancala-Spielen, die man aus Yunnan (China) kennt, verwandt. Ähnliche Spiele existieren wahrscheinlich auch in Laos.

Im Westen wurde das Spiel zuerst 1990 in der Zeitschrift "Buddhism & Khmer Society" erwähnt, die von der Buddhikasamāgam Khmaer (Buddhistisches Forschungszentrum der Khmer) und der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bonn (Deutschland) herausgegeben wird. Der kambodschanische Dichter Yim Guechsè, der in Berlin wohnt, schrieb 2008 das Gedicht Hun Sen Leng Bay Khom ("Hun Sen [der Premierminister Kambodschas] spielt betrügerisches Bay Khom"). Es gibt sogar ein Kartoon von Bun Heang Ung ("Sacrava"), der den Politiker beim Spielen zeigt.

Das Brett wird entweder in den Boden gegraben oder aus Holz gemacht. Die Spielsteine sind kleine Murmeln, Steine oder Samen.

Spielregeln

Das Brett besteht aus zehn Mulden, die oval angeordnet sind. Jeder Spieler besitzt fünf Mulden.

BayKhom

Startposition

Bevor die Partie beginnt, werden fünf Samen in jede Mulde am Ende des Bretts und vier Samen in die anderen acht Mulden gelegt.

Die Samen können im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn gesät werden. Während dem Zug darf die Richtung jedoch nicht mehr geändert werden.

Wenn der letzte Samen gesät wurde, wird der Inhalt der direkt darauf folgenden Mulde verteilt.

Der Zug endet, wenn der letzte Samen in eine Mulde fällt, die vor einer leere Mulde liegt. Dann kann folgendes passieren:

  • Enthält die Mulde, die auf die leere Mulde folgt, wieder Samen, wird ihr Inhalt geschlagen.
  • Befindet sich nach dieser Mulde (in Zugrichtung) wieder eine leere Mulde, die von einer gefüllten Mulde gefolgt wird, schlägt man auch diese Samen. Dies lässt sich beliebig oft wiederholen.
  • Liegen zwei leere Mulden hintereinander, geht der Zug zu Ende, ohne dass geschlagen wird.

Die geschlagenen Samen werden vom Brett genommen und gesammelt.

Die Partie ist zu Ende, wenn ein Spieler nicht mehr ziehen kann. Die restlichen Spielsteine gehören dem Spieler, der als letzter ziehen konnte. Der Spieler, der die meisten Spielsteine gefangen hat, gewinnt die Partie.

Externe Links

Copyright

© Ralf Gering.
CC by-sa 2.5 Lizenz.

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