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Ba-awa → Englisch.


Ba-awa ist ein Mancalaspiel aus Ghana. Obwohl es in derselben Gegend wie Oware gespielt wird, ist das Spiel viel einfacher. In Afrika gilt es als ein Spiel für Frauen und Kinder. Ba-awa wird von den Twi gespielt, einem Akan-Volk aus Ghana. In Europa wurde es zuerst 1969 von Robert Charles Bell beschrieben, der die Regeln 1957 von S. Afoakwa gelernt hatte. Verwandte Spiele sind Jerin und Obridjie in Nigeria.

Spielregeln

Das Ba-awa-Brett hat sechs Spielmulden vor jedem Spieler und (manchmal auch) eine Gewinnmulde an jedem Ende zum Aufbewahren der geschlagenen Samen.

Die einzigen Spielsteine sind 48 Samen oder andere kleine Gegenstände. Gewöhnlich werden mehrere Partien hintereinander gespielt. Am Anfang der ersten Partie werden vier Samen in jede Mulde gelegt außer in den Gewinnmulden. In den folgenden Partien liegen auch vier Samen in jeder Mulde, doch kann der Besitzer wechseln.

Waurieini

Startstellung in der ersten Partie

Die Spieler ziehen abwechselnd. Der Spieler, der am Zug ist, sucht sich eine seiner Mulden aus und verteilt ihren Inhalt einzeln gegen den Uhrzeigersinn in die folgenden Spielmulden. Die Gewinnmulden werden übersprungen. Wenn der letzte Samen in eine gefüllte Mulde fällt, werden alle Samen aus dieser Mulde genommen (einschließlich dem zuletzt verteilten) und dann auf die nächsten Mulden weiterverteilt. Der Zug endet, wenn der letzte Samen in eine leere Mulde fällt oder eine Mulde auf vier Samen auffüllt.

Wenn eine Spielmulde zu irgendeinem Zeitpunkt genau vier Samen enthält, werden diese vier Samen sofort von dem Spieler geschlagen, dem diese Mulde gehört. Wenn jedoch der letzte Samen die Mulde auf vier Samen auffüllt, dann schlägt der Spieler, der am Zug ist.

Befinden sich schließlich nur noch acht Samen auf dem Brett, gehören diese dem Spieler, der die Partie begann und das Spiel ist zu Ende. In der nächsten Partie bekommt jeder Spieler genau eine Spielmulde für jede Vierergruppe, die er gefangen hat.

Eigentlich soll man alle Spielmulden erobern, doch ist dies so schwierig, dass gewöhnlich das Match endet, wenn ein Spieler zehn oder elf Mulden beherrscht.

Varianten

Das Spiel kann auch von drei Spielern gespielt werden, wobei jeder dann mit vier Mulden beginnt. Wenn der dritte Spieler ausgeschieden ist, wird die Partie zu einer Schlacht zwischen den zwei verbliebenen Spielern.

Quellen

Bell, R. C. 
Board and Table Games from Many Civilizations. Oxford University Press: Oxford (England) 1969 (Vol. II), 72-73.

Copyright

© Wikimanqala.
Ralf Gering.
Unter der CC by-sa 2.5 Lizenz.

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